Mustang Makeover 2017 - Ein Nachmittag mit einem Mustang

Egal wo man im Internet unterwegs ist, sei es Facebook, Youtube oder Instagram, überall trifft man auf das Mustang Makeover 2017. Doch was genau steckt eigentlich dahinter und wie ist so ein Mustang eigentlich? Ist er anders als andere Pferde?

Ich durfte Sebastian und Lady besuchen und möchte Euch von diesem tollen Erlebnis und den Hintergründen des Mustang Makeover berichten. 

 

MUSTANG MAKEOVER - WAS IST DAS EIGENTLICH?

Die kurze Antwort ist, dass 15 Trainer jeweils einen Mustang haben und diesen 90 Tage lang trainieren und bei einem Abschlussevent im August (in Aachen) zeigen, was sie in den 90 Tagen mit Ihrem Mustang erarbeitet haben. Im Anschluss hieran werden die Mustangs dann live versteigert.

 

Jedoch steckt hinter diesem Konzept doch einiges Mehr. 

In den USA hat sich die Situation für die Mustangs leider extrem verschlechtert, der Lebensraum wird immer eingeschränkter mit der Folge, dass das Nahrungsangebot für diese wundervollen Tiere zu gering ist. Seit Anfang der 70 Jahre ist die Regierung aktiv, mit dem Ziel die Mustang-Population zu garantieren.

 

Um der Überpopulation entgegen zu wirken wird jährlich ein Teil der Mustangs eingefangen, im Anschluss daran können diese dann adoptiert werden.

Aktuell leben etwa 47.000 Mustangs in Auffangstationen und warten auf eine Adoption. Im Gegensatz dazu leben 58.000 Mustangs in freier Wildbahn.

 

Die Adoptionsrate ist leider sehr gering, so werden jährlich nur ca. 2000 Mustangs adoptiert, die Population steigt jedoch um ca. 8.000-10.000 Pferde an. 

 

 

 

Das Mustang Makeover, was in den USA bereits seit 10 Jahren existiert, soll in Deutschland/Europa die Rasse des Mustangs etablieren und Aufmerksamkeit auf diese besondere Rasse lenken. 

 

Kritische Stimmen werden sicherlich den Sinn und Zweck des Mustang Makeover anzweifeln. 

Ist es nötig ein Event zu veranstalten mit einer Trainerchallenge und der dazu gehörigen live Auktion?

Um diese Frage für mich persönlich zu beantworten habe ich mich mit der Philosophie des Mustang Makeover beschäftigt. 

 

Der wichtigste Punkt an dem Konzept der Veranstaltung ist, dass es sich um ein Event "Pro Pferd" handelt. Partnerschaft und Teamspirit stehen klar im Vordergrund. Die Pferde müssen keine hohen sportlichen Leistungen erbringen, vielmehr soll es rein um das Verhältnis zwischen Pferd und Reiter gehen, Harmonie und Vertrauen sind hier die Schlüsselwörter.

Natürlich ist eines der Ziele die Mustangs innerhalb der 90 Tage zu reiten, jedoch wird in Aachen, sollte ein Pferd Unsicherheiten zeigen nicht erwartet, dass das Pferd geritten wird, vielmehr kann alles auch vom Boden aus gezeigt werden, denn die positiven Erfahrungen sollen definitiv überwiegen. 

Angeschlossen an das Event in Aachen, ist ein tolles Programm mit Wissensvorträgen und Vorführungen zum Thema Pferd und Pferdetraining. So kann auch jeder Zuschauer etwas für sich persönlich aus der Veranstaltung mitnehmen.

 

Ich persönlich finde die Idee von dem Mustang Makeover sehr schön um die Rasse in Deutschland bekannter zu machen. Natürlich hat jeder Reiter schon etwas von Mustangs gehört, aber ich glaube nicht, dass viele sich bereits damit beschäftigt haben, vielleicht eines Tages ein Pferd dieser Rasse zu besitzen. 

Da das Event wirklich ausdrücklich auf "Fair Play" und nicht auf sportliche Leistungen ausgelegt ist, finde ich, dass auch die kritischen Stimmen abwarten sollten bis die 90 Tage vorbei sind. Ich bin mir sicher die Mustangs und Trainer werden  durch Harmonie und Horsemanship überzeugen.

 

WIE IST EIN MUSTANG EIGENTLICH?

Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie ist so ein Mustang eigentlich in live? Unterscheidet er sich von unseren Pferden? 

Das Erste was mir aufgefallen ist, ist das "Lady", der Mustang von Sebastian, den ich besuchen durfte, unheimlich tolle Hufe hat. Sie sind verglichen zu denen meiner Quarter Horses unglaublich groß und stark.

 

Obwohl "Lady" nicht besonders groß ist, wirst sie unheimlich stolz. Sie strahlt wirklich etwas Besonderes aus und wenn man bedenkt, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens in Freiheit gelebt hat, bekommt man Gänsehaut. Sie vermittelt einem das Gefühl von Ursprünglichkeit und Schönheit.

Auf dem Naturtrail hat sie ihren Mut bewiesen. Sie hat gezeigt wofür ein Mustang steht, nämlich für Menschenbezogenheit, Vertrauen und Anpassungsfähigkeit.

 

Sebastian und Lady zu besuchen, war ein tolles Erlebnis. An dieser Stelle lieben Dank an Sebastian. Danke das du mir alles gezeigt hast und ich einem Mustang so nah kommen durfte. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. 

 

Wenn Ihr mehr Infos zu dem Mustang Makeover haben wollt schaut auf der Seite des Mustang Makeover vorbei.

Möchtet ihr Sebastian und Lady treffen? Dies könnt ihr am 01.07.17 , am Tag des Mustangs, bei Sebastian in Häuslingen. Alle Infos dazu findet ihr auf Sebastians Facebookseite.

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Kommentare: 3
  • #1

    Janine (Sonntag, 18 Juni 2017 22:38)

    Ich finde auch, dass das Mustang Makeover eine sehr gute Idee ist um die Rasse bekannter zu machen. Und so, wie ich es mit bekommen habe, funktioniert das bisher sehr gut und ich bin wahnsinnig gespannt, wie es mit den einzelnen Mustangs weiter geht bzw. wie weit sie ausgebildet werden können :) Wie gern würde auch ich mal einen Mustang live erleben (denn als Kind habe ich schon immer von ihnen geträumt) und am liebsten zu dem Finale kommen, aber die Tickets kann ich mir einfach nicht leisten... ;( Echt der Wahnsinn, dass du Lady besuchen konntest!

  • #2

    Nicola Steiner (Freitag, 11 August 2017 18:09)

    Wir müssen gerade ein bißchen schmunzeln über die Forderung, dass man erst mal abwarten soll, weil das Event ganz sicher mit Harmonie überzeugt - hat es leider nicht. Vielmehr sah man jede Menge gestresster Pferde, was sich unterschiedlich gezeigt hat, z.B. Treten, Buckeln, sich losreißen, den Reiter nicht aufsteigen lassen (wobei Sebastians Auftritt sehr überzeugt hat und ich mich frage,warum er nicht platziert war). Aber alleine diese Forderung, dass man seine Bedenken erst äußern sollte, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Da habe ich mich echt gefragt, wie alt Du wohl bist. Das wäre ja so, als würde man sagen: Wartet doch erst mal ab, bis Trump an der Regierung ist, dann wird er bestimmt überzeugen. Wenn nicht, ist es zwar zu spät, aber was soll es?

  • #3

    Sarah-Kay (Freitag, 11 August 2017 18:24)

    Hallo Nicola,
    ich weiß ja nicht wer WIR sind, also ich spreche von mir eigentlich immer im Singular. Du musst leider wie auch bei Facebook jedem deine Meinung aufdrücken und alles kommentieren. Bitte unterlasse deine anstrengenden Beiträge auf meinem Blog. Deine Meinung ist hier ausdrücklich nicht erwünscht. In der Zukunft wird jeder Kommentar von dir kommentarlos gelöscht. Dies nicht, weil hier keine Kritik erwünscht ist, sondern weil solch negative Menschen wie du hier nicht erwünscht sind. Bitte respektiere das. Danke.